Christian
Peter Wilhelm Beuth wurde 1781 in Kleve
geboren, hatte an der Universität
Halle die Rechte und Kameralwissenschaften studiert und war in der ersten Hälfte
des 19. Jahrhunderts der höchste für die Gewerbepolitik verantwortliche
Beamte in Preußen. In dieser Funktion hat er maßgeblich zur Wandlung des
in Preußen perfekt ausgebauten Systems staatlicher Wirtschaftslenkung zu einem
liberalistischen Wirtschaftsmodell beigetragen, das die Gewerbefreiheit und den
Wettbewerb zum Ziel hatte.
Es bedurfte allerdings unterstützender Maßnahmen, um den Weg von der
alten obrigkeitlichen zur neuen freiheitlichen Ordnung zu erleichtern. Beuth setzte
sich deshalb gemeinsam mit seinem engen Freund Karl Friedrich Schinkel das Ziel,
- die Erziehungsarbeit an Unternehmern, Technikern und Handwerkern zu
fördern,
- Informationen zum Stand der Technik, insbesondere aus der damals weit
fortschrittlicheren Industrie Englands und Frankreichs zu beschaffen und
- den neu entstehenden deutschen Firmen Demonstrationsmaschinen und Startkapital
zur Verfügung zu stellen.
Beuth war auch der Initiator der 1821 erfolgten Gründung des Vereins zur
Beförderung des Gewerbefleißes in Preußen und der Technischen
Gewerbeschule - später umbenannt in Gewerbeinstitut - in Berlin, aus der
anschließend die Gewerbeakademie und später die Technische Hochschule in
Charlottenburg hervorgegangen ist. Zur Förderung der Entwicklung neuer Techniken
hat der genannte Verein regelmäßig Preisaufgaben ausgeschrieben und den
erfolgreichen Bearbeitern Denkmünzen und Geldpreise zuerkannt. Bis zum heutigen
Tag setzt die DMG bekanntlich diese Tradition fort, und auch das DIN verleiht
für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Normung eine Beuth-Denkmünze.
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